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Wie viel Rechnen ist notwendig?
Wichtig ist es zu merken, wann überhaupt gerechnet werden muss. Im Allgemeinen wird eher zuviel gerechnet. Grundsätzlich geht es auch darum, Zeitnot zu verhindern!
Ein intuitiver Zug ist erstmal nicht berechnet, sein Horizont reicht nur einen Halbzug weit. Der Zug muss durch Analyse abgestützt werden. Auch ein planmässiger Zug reicht nur einen Halbzug weit, die Rechenreihe wurde ja schon vorher gesehen.
Wenn man die Wahl zwischen mehreren Kandidaten hat, die alle auf verschiedenen Motiven und Prinzipien beruhen, dann kann man mehr Rechnen um die Zugauswahl zu verfeinern. Des weiteren lassen sich die Kandidatenzüge nach Risikograd, Klarheit und Gewinnaussicht unterscheiden. Diese Kriterien gestalten sich des weiteren anders, je nachdem ob man sich in einer low-calc oder in einer deep-calc Stellung befindet:
[Low calc] [Deep calc] [Forcieren von Zügen] [Low calc Mittelspiel] []
Low calc Züge
Der Risikograd ist tief (man kann auch mal was übersehen ohne dass man gleich die Partie verliert!)
Die Stellung ist positionell klar, d.h., wenige Schlagzüge und keine verworrenen Bauernstellungen.
Die Stellung ist "zäh", d.h., mit Tausch und Bauernmanövern ist keine grosse Veränderung zu erzielen.
Die Gewinnaussicht ist entweder bescheiden, oder man besitzt einen stabilen, lang andauernden Vor- oder Nachteil.
Kommt vor in: Ruhigen Positionen, keine Taktik, Eröffnungen (Buchzüge), Zeitkontrolle mit Schachs erreichen.
Das Zugauswahlmotiv ist: Man zieht aufgrund von allgemeinen Prinzipien und positioneller Erwünschtheit.
Beispielpartie »Larsen - Glicoric, San Antonio 1972
Junge, sich stark verbessernde Spieler tendieren dazu, auch in einfachen Stellungen tief rechnen zu wollen (um zu zeigen, dass sie rechnen können). Rechnen sie jedoch falsch, so ist die Gefahr real, dass sie nur den zweitbesten Zug spielen und nicht den Besten (den sie ohne Rechnen wohl gefunden hätten). Es besteht die Gefahr der Zeit- und Energieverschwendung - später ist man dann müde und stellt etwas ein.
Beispielpartie »Alterman - Nicolic, Pula 1997
Beispielpartie »Marshall - Capablanca, Match 1909, 5th Game
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Deep calc Züge
Der Risikograd ist hoch (ein überseher kostet die Partie, es gibt nur einen richtigen Zug)
Die Stellung ist kompliziert, mit viel Taktik, hängenden Figuren und komplizierten Bauernzügen.
Die Gewinnaussicht ist höher für den der besser rechnen kann (oder mehr Glück hat...).
Kommt vor in: Scharfen, unklaren Positionen
Das Zugauswahlmotiv ist: Man zieht mehr aufgrund von Taktik, Konsistenz und Figurentausch
Beispielpartie »Avrukh - Rublevsky, Rethymnon 2003
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Zum Forcieren von Zügen
Forcierende Züge geben die Möglichkeit, direkt auf Gewinn zu spielen, erleichtern aber auch die Aufgabe des Gegners (er hat selber wenig Auswahl wenn er "nur" zurückschlagen muss). In folgenden Situationen kommen forcierende Züge häufig vor:
In einem Schlagabtausch
Bei Schachs
Bei Zugwiederholungen, um die Zeitlimite zu erreichen - wenn man immer Schach gibt muss man weniger rechnen.
Wenn es schnell gehen muss, und der Gegner keine Zeit haben darf um seine Stellung zu verbessern
Wenn man die Initiative kurzfristig nicht verlieren möchte.
Wenn man die Chancen des Gegners auf Gegenspiel nicht zulassen möchte.
Beispielpartie »Bareev - Ivanchuk, Linares 1994
Beispielpartie »Rublevsky - Beljavsky, Novosibirsk 1995
Der Nachteil der einfachen Drohungen ist, dass die Aufgabe des Gegners stark erleichtert wird. Wenn man gewinnen will, so muss man d em Gegner die Möglichkeit bieten, Fehler zu machen. Mehr Fehler macht man dann, wenn man mehr Zugmöglichkeiten hat - d.h. dann, wenn die Stellung nicht forciert ist...
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Das low-calc Mittelspiel
Petrosjan war ein Meister darin, wenig zu rechnen aber den Gegner vor schwierige positionelle Entscheidungen stellen zu können:
Beispielpartie »Petrosian - Balashov, U.S.S.R. 1978
Beispielpartie »Jussupov - Lobron, Nussloch 1996
Beispielpartie »Dlugy - Porter, Kansas 1995
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